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1. Visa will USDC-Stablecoin auf der Ethereum-Blockchain nutzen

Die Fakten:

  • USDC, ein Stablecoin, der an den US-Dollar gekoppelt und von diesem gedeckt ist, wird von Visa für die Abwicklung digitaler Währungen auf der Ethereum-Blockchain verwendet werden. Visa wird zunächst mit Crypto.com zusammenarbeiten, um den neuen Service zu ermöglichen.
  • Die erste bundesstaatlich konzessionierte Bank für digitale Vermögenswerte, Anchorage, wird als Abwicklungsbeauftragter von Visa für USDC fungieren. Crypto.com wird USDC an die Ethereum-Adresse von Visa bei Anchorage senden.
  • Die USDC-Abwicklungsfunktion wird im kommenden Jahr nach weiteren Tests mit Kunden, Partnern und Aufsichtsbehörden auf andere Partner ausgeweitet werden.

 

Wieso es wichtig ist:

  • Die neue USDC-Abrechnungsfunktion ermöglicht es Partnern, Transaktionen direkt über die Ethereum-Blockchain abzuwickeln. Das bedeutet, dass sie nicht mehr in Fiat-Währung abrechnen müssen. Dies kann eine erhebliche Reduzierung der Kosten und Komplexität ermöglichen und gleichzeitig die Nutzung von Stablecoins ankurbeln.
  • Diese neue Entwicklung folgt der überarbeiteten Netzwerkstrategie von Visa, die darauf abzielt, das bestehende Zahlungsnetzwerk von Visa mit öffentlichen Blockchains zu verknüpfen. Der CEO von Visa, Al Kelly, hat ausserdem kürzlich die Bedeutung von Kryptowährungen für das Visa-Netzwerk und die Pläne von Visa, Zahlungen in CBDCs abzuwickeln, bestätigt.
  • Visa ist nun das erste grosse Zahlungsnetzwerk, das einen Stablecoin als Abrechnungswährung verwendet. Es ist jedoch anzumerken, dass MasterCard bereits seit einigen Jahren Mitglied der Ethereum Enterprise Alliance ist. Es wird interessant sein, zu sehen, wie das Unternehmen auf die Entwicklungen bei Visa reagiert.

2. Staatsfonds aus Singapur und neuseeländischer Pensionsfonds investieren in Bitcoin

Die Fakten:

  • Robert Gutmann, CEO von NYDIG, enthüllte kürzlich in einem Interview mit Raoul Pal von Global Macro Investor, dass eine Reihe von Staatsfonds an NYDIG herangetreten sind, um Informationen über Bitcoin-Käufe zu erhalten.
  • Im selben Interview erklärte Pal, dass Temasek Holdings, ein Staatsfonds im Besitz der Regierung von Singapur mit einem Portfolio von 306 Milliarden SGD (227 Milliarden USD), seit 2018 Bitcoin von Minern kauft.
  • James Grigor, Chief Investment Officer bei New Zealands Funds Management, gab in einem Interview an, dass der KiwiSaver Growth Strategy Fonds etwa 5% seines Vermögens in Bitcoin investiert hat, wobei der erste Kauf im Oktober letzten Jahres begann.

 

Wieso es wichtig ist:

  • Die Enthüllung, dass Bitcoin-Käufe durch einen Staatsfonds in Singapur und einen neuseeländischen Rentensparplan schon seit einiger Zeit im Gange sind, könnte ein Hinweis darauf sein, dass andere folgen oder bereits Investitionen getätigt haben.
  • Die acht jüngsten Bitcoin-ETF-Anmeldungen in den USA und der Erfolg der kanadischen ETFs deuten ebenfalls darauf hin, dass das Interesse an Bitcoin und Kryptowährungen seitens der Finanzinstitute weiter wächst.
  • Michael Sonnenshein, CEO von Grayscale, hat zudem bemerkt, dass Pensionsfonds und Stiftungen in den USA aktiv in Krypto-Fonds von Grayscale investieren. James Grigor geht davon aus, dass Bitcoin innerhalb von fünf Jahren eine grössere Rolle in KiwiSaver-Programmen spielen wird und bekräftigt damit die derzeitige Ansicht, dass Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel, ähnlich wie Gold, angesehen werden kann.
  • Es ist aufregend zu sehen, wie disruptive Technologien wie #NFTs unsere Beziehung zu Inhalten verändern und Content-Schöpfer befähigen wie nie zuvor.
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    Joseph Lubin
    CEO Consensys

3. Polkadot initiiert Parachain-Slot-Auktionen auf dem Rococo-Testnetz.

Die Fakten:

  • Das im August 2020 gestartete Polkadot Parachain-Testnetz Rococo hat mit der Versteigerung von Parachain-Slots begonnen. Acala Network gewann kürzlich die erste Slot-Auktion, gefolgt von Plasm Network und Kilt Protocol. Es wurden bereits weitere Auktionsgewinner bekannt gegeben, und andere werden demnächst folgen.
  • Rococo soll es Projekten ermöglichen, ihre eigenen Chains zu testen, Fehler zu beheben und die Interaktion mit anderen Chains zu erproben, während die Kernfunktionalität für die Inter-Shard-Kommunikationsprotokolle von Polkadot fertiggestellt wird.
  • Gegenwärtige Erwartungen gehen davon aus, dass das Polkadot-Mainnet etwa 100 Parachain-Slots unterstützen wird, die im Laufe der Zeit langsam eingeführt werden sollen. Jede Parachain ist eine individuelle Layer-1-Blockchain, die parallel ausgeführt wird und mit der Polkadot-Relay-Chain verbunden ist.

 

Wieso es wichtig ist:

  • Die Einführung der Polkadot Parachain-Auktionsslots auf Rococo signalisiert, dass die Polkadot-Roadmap vorankommt. Projekte werden auf Rococo vollständig getestet, bevor sie erst auf Kusama und schliesslich im Polkadot-Mainnet eingesetzt werden.
  • Das Wachstum der Anzahl neuer Projekte, die an den Slot-Auktionen teilnehmen, kann ein Hinweis auf den Wert der kettenübergreifenden Kompatibilität von Polkadot für neue Anwendungen und Dienste sein. Parachains können sich auch mit externen Netzwerken, wie Bitcoin und Ethereum, verbinden.
  • Die kürzlich angekündigte Polkadot DAO-Allianz wird die Entwicklung der dezentralen Governance unterstützen und einen Entwicklungsfonds in Höhe von mehreren Millionen US-Dollar für Projekte im Frühstadium einrichten. Die Allianz soll die Aktivität und das Engagement der Entwickler im Polkadot-Ökosystem fördern. Die Bandbreite an Förderinitiativen, um Anreize für Entwickler und Start-ups zu schaffen, ist bemerkenswert, und es wird interessant sein, die Adoption und den Erfolg in Zukunft zu beobachten.
  • Nummer der Woche
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    Mehr als USD 1,5 Milliarden
    Die erzielten Einnahmen der Bitcoin-Miner im März

4. Dharma erweitert die Integration von DeFi mit Bankdienstleistungen

Die Fakten:

  • Dharma ist eine nicht-verwahrende Ethereum Smart Contract Wallet. Sie ermöglicht einen einfachen Zugang zu DeFi-Protokollen für das Verleihen, Leihen, Bereitstellen von Liquidität und Staking, direkt von einer mobilen App aus. Dharma ist mit traditionellen Bankkonten über einen Fiat-zu-Krypto-Umwandlungsdienst integriert.
  • In einer kürzlichen Markenrevision hat Dharma HQ seine Bank-zu-DeFi-Dienste verbessert und die Einzahlungslimits auf USD 25k pro Woche erhöht. Dharma bestätigte auch, dass sie in ein paar Monaten auf Ethereum L2 umsteigen werden, was die aktuellen Netzwerkgebühren um bis zu 100x senken wird.
  • Dharma unterstützt derzeit Uniswap, Compound Finance, Aave, und Yearn Finance. DharmaOS, ein offenes SDK, kann jedes Ethereum-Protokoll mit dem Dharma-Fiat-On- und Off-Ramp-System verbinden. Dies ermöglicht es Entwicklern, bei Bedarf neue Protokolle hinzuzufügen.

 

Wieso es wichtig ist:

  • Dharma macht ihren Slogan «Dollar zu DeFi mit einem Klick» zur Realität. Dharma behauptet ausserdem, mehr Kapazitäten als jeder andere Fiat-zu-Krypto-Austausch zu haben, und eine bessere Fiat-Unterstützung als jede andere Ethereum-Wallet.
  • Die Fähigkeit, bis zu USD 25k pro Woche von traditionellen Bankkonten in DeFi-Protokolle zu übertragen, wird den Nutzern bedeutende neue Möglichkeiten bieten, Rendite auf ansonsten ruhende Bargeld-Ersparnisse zu generieren. Die Zwei-Wege-Krypto-Fiat-Brücke, die Abhebungen auf Bankkonten rund um die Uhr ermöglicht, wird auch die Benutzererfahrung verbessern.
  • Die Integration von Dharma L2 wird Skalierbarkeits- und Gebührenprobleme lösen. Damit DeFi den Mainstream erreicht, sollten UI und UX zu bestehenden FinTech-Anwendungen passen, die auf dem Handy laufen. Die neuen Dharma-Funktionen wie niedrige Gebühren, nahtlose DeFi-Integration mit Bankkonten und die Möglichkeit, hohe DeFi-Renditen zu erzielen, könnten eine wichtige Entwicklung hin zu einer grösseren Akzeptanz im Mainstream sein.

5. Ether Cards verzeichnen Rekordverkaufszahlen

Die Fakten:

  • Ether Cards ist ein integriertes NFT-Ökosystem, bestehend aus: der Ether Card-Plattform, die die Erstellung von anpassbaren NFT-Token ermöglicht, und Ether Card-Mitgliedskarten, die den Inhabern Privilegien wie VIP-Zugang, kostenlose NFT-Drops und Rabatte gewähren.
  • Der Hauptverkauf der Ether Card begann am 18. März. Innerhalb von 24 Stunden wurden Karten der Gründerserie im Wert von über 5’000 ETH verkauft. Ether Cards hält nun den Ein-Tages-Umsatz-Rekord für NFT-Sammelplattformen und übertrifft damit NBA Top Shot, Hashmasks und EulerBeats.
  • Die Ether-Card-Plattform nutzt Chainlinks Verifiable Randomness Function (VRF), die kryptographisch nachgewiesene Zufälligkeit ermöglicht. Dies stellt sicher, dass Ether Card NFTs mit Eigenschaften ausgestattet sind, die fair verteilt sind und nicht manipuliert werden können.

 

Wieso es wichtig ist:

  • Das Interesse an NFTs wächst schnell. Allerdings können zwei mögliche Einschränkungen den Nutzen in der Zukunft behindern. Erstens ist Seltenheit der Schlüsselwert für NFTs, jedoch sind viele NFTs nicht nachweislich selten oder zufällig verteilt. Mit der VRF von Chainlink auf der Ether-Card-Plattform sind diese Möglichkeiten gegeben.
  • Ausserdem sind die meisten NFTs statisch. Sie sind nicht in der Lage, Daten aus der realen Welt zu erben oder zu nutzen oder sich im Laufe der Zeit zu verändern. Durch das Orakelsystem ermöglichen Ether Cards dynamische NFTs, die sich als Reaktion auf Ereignisse in der realen Welt weiterentwickeln und aktualisieren können.
  • Anwendungen können sein: Aktualisierung der Statistiken auf NFT-Sportkarten, Prägung neuer Meilensteinkarten und Hinzufügen neuer Werte zu Spielgegenständen. Dynamische NFTs, die Orakelnetzwerke nutzen, können auch Dienste in der realen Welt ermöglichen, wie beispielsweise: fälschungssichere digitale Pässe, Grundbucheinträge und eine Reihe anderer sich automatisch aktualisierender Vermögenswerte in der realen Welt.

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