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Oli Stastny hat die Welt bereist – von der Schweiz über Hawaii und Alaska bis nach Whistler, Kanada und wieder zurück. Als professioneller Windsurfer und Snowboarder, als Immobilienunternehmer sowie als Krypto- und Blockchain-Enthusiast hat er alles gesehen, wobei er immer nach vorne drängt, um das nächste grosse Ding zu finden. Oli’s Firma, Peakside Property Management (PPM), bietet exklusive Häuser, Chalets und Immobilien zur Vermietung in St. Moritz und dem Schweizer Engadin-Tal an. In den Jahren seit der Gründung des Unternehmens hat Oli ein prominentes Geschäft rund um den gesamten Lebenszyklus von Immobilien in der Ostschweiz aufgebaut.

In Zusammenarbeit mit Bitcoin Suisse hat PPM im November 2020 begonnen, Kryptowährungen als Zahlungsmittel für Vermietungen zu akzeptieren und ist damit ein weiteres Pionierunternehmen, das dabei hilft, Blockchain und Krypto in die weite Welt zu bringen.

 
Wie kamen Sie dazu, ein Pionier in Sachen Immobilien und Blockchain/Krypto zu werden?
Als ich in Whistler war, habe ich gemerkt, dass wir in der Schweiz mit unseren Skigebieten und den Dienstleistungen weit hinterherhinken. In Whistler hatte ich die Idee, eines Tages ein Dienstleistungsunternehmen im Engadin zu gründen. Also kam ich nach Hause… Und bin in der Immobilienbranche gelandet, wo ich im Grunde alles mache, was mit Immobilien zu tun hat: Privathäuser verwalten, bauen, verkaufen, Sechs-Sterne-Hotels managen. Ich biete das ganze Programm an.

 
Und erinnern Sie sich daran, als Sie das erste Mal von Bitcoin oder Kryptowährungen gehört haben? Was waren Ihre Gedanken?
Das war wahrscheinlich um 2010 oder so. Damals betrachtete ich es als eine Art «digitales Monopoly-Geld» für Spieleseiten. Ich hatte keine Ahnung, was es war. Ich dachte ‹Das ist nicht real. Das ist nur etwas im Internet – etwas Geld, das man benutzen kann, um ins nächste Level» zu kommen. Ich muss einfach irgendwo etwas gelesen und das Wort ‹Token› entdeckt haben. Allein dieses Wort liess es „spielerisch“ klingen.

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Woran denken Sie zuerst, wenn Sie das Wort «Bitcoin» oder «Kryptowährungen» hören?

Damals war ich gar nicht so sehr an Bitcoin oder Kryptowährungen interessiert. Es war lediglich wie ein Spiel. Dann begann ich mich 2016 oder 2017 mehr dafür zu interessieren, als Kunden von mir anfingen, darüber zu sprechen. Ich interessierte mich mehr für das Potenzial von Blockchain für die geschäftliche Seite der Dinge. Zu dieser Zeit war Blockchain ein grosses Thema bei meinen Kunden.

Und danach fand ich diesen Kurs der Oxford University und begann, mich mit Kryptowährungen im Allgemeinen zu beschäftigen.

 

Und bei diesem Blockchain-Kurs an der Universität Oxford – was haben Sie dort gemacht?

Bitcoin wird grossartig sein, um es für Zahlungen zu nutzen. Aber was mich wirklich interessiert hat, war, sich mehr auf Smart Contracts zu konzentrieren. Smart Contracts sind etwas, das ein riesiges Potenzial für die Zukunft hat. Wenn ich an die Luxusvermietungsbranche denke, wenn man den gesamten Mietvertrag auf Ethereum mit einem Smart Contract hätte, würde das mein Leben um einiges einfacher machen.

Man könnte die gesamten Zahlungsbedingungen in einen Smart Contract packen. Dann muss ich den Kunden nicht anrufen und sagen: «Oh, Ihre zweite Zahlung ist fällig, bitte schicken Sie mir das Geld. Dann müsste ich nicht der Zahlung hinterherlaufen, wenn der Kunde mir sagt: «Aber es wurde doch gestern geschickt, von irgendwo auf der Welt. Aber sie haben es eigentlich gar nicht abgeschickt – und so weiter und so fort.

Wenn Sie den gesamten Mietvertrag auf einem Smart Contract haben, klicken Sie auf die Schaltfläche, stimmen den Bedingungen zu und das Geld fliesst, wenn es fliessen soll. Am Ende der Mietzeit setzt man ein Häkchen, und die Kaution wird zurückgegeben. Das ist es also, was mich heute bei Kryptowährungen wirklich beeindruckt. Es geht nicht darum, ein Logo auf der Website zu haben, «Wir akzeptieren Bitcoin» – ich sehe, dass die Technologie unser Leben in Zukunft viel einfacher machen wird.

Im Oxford-Kurs habe ich meine Abschlussarbeit über den Prozess geschrieben, die gesamte Baugenehmigung auf die Blockchain zu setzen. Es gibt so viele Schritte im Bauprozess, und man kann all das nehmen, all die kleinen Schritte, die Parameter, sogar die Abschnitte des lokalen Baurechts und all das in die Blockchain integrieren. Und dann gibt es keinen Weg, der an den Fakten vorbeiführt. Es muss alles nach dem Gesetz gemacht werden – kein «Ich habe dir geholfen, also solltest du mir jetzt helfen» mehr. Es spielt keine Rolle, wer Sie sind – Sie haben entweder eine Baugenehmigung oder nicht.

 

Nur wenige Menschen können sich vorstellen, dass Kryptowährungen weit draussen in den Bergen der Ostschweiz ein «heisses Thema» sind – wie kommt es, dass Krypto an einem Ort wie St. Moritz so populär geworden ist?

St. Moritz ist wahrscheinlich die kleinste internationale Stadt der Welt. Was wir hier antreffen, sind viele Top-Leute aus der ganzen Welt – viele unserer Kunden kommen aus der Tech-Branche, Investoren der Tech-Branche. Es ist eine perfekte Ausgangslage in der Mitte Europas – ein trendiger Ort zum Leben. Gerade jetzt, wo viele Menschen nicht mehr in Städten leben wollen. Deshalb ist St. Mortiz auch so offen für neue Technologien.

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Warum haben Sie sich entschieden, Krypto-Zahlungen für Peakside Property Management zu akzeptieren?

Es ist einfach die Zeit dafür. Kaum jemand benutzt noch Bargeld. Die Leute zahlen mit ihrer Apple Watch oder was auch immer. Und wir sind jetzt an dem Punkt, an dem die Technologie für digitale Zahlungen ganz gut funktioniert. Ob ich mit meiner Apple Watch in Schweizer Franken oder Bitcoin bezahle, ist egal. Der Schritt ist nicht mehr sehr gross.

Ausserdem bin ich mir sicher, dass es für meine Gäste einfacher ist, in Bitcoin zu bezahlen als in Schweizer Franken. Wenn ich hundert Euro in der Tasche habe, gebe ich sie viel eher aus als 100 Schweizer Franken – denn Schweizer Franken sind meine Kalkulationsbasis, damit bezahle ich meine Rechnungen. Und ich denke, es ist dasselbe mit Bitcoin.

Wenn ich den Leuten anbiete, in Bitcoin zu bezahlen, bin ich ziemlich sicher, dass die Ausgaben, wenn sie vor Ort sind, höher sein werden.

Sie haben diese Bitcoins, und sie können sie ausgeben. Wenn sie den besseren Champagner oder eine Massage oder etwas anderes wollen, denken sie: «Nun, ich habe diesen Vorrat an Bitcoin, warum nicht?

Die andere Sache ist, dass vielleicht irgendwann jemand daherkommt und mit mir zusammen das Smart-Contract-System bauen will, damit wir diese Luxusmiete auf einem Ethereum-Smart-Contract laufen lassen können. Das wäre viel sicherer für jemanden, der vermietet, und für den Eigentümer wie mich. Es würde unser Leben, als Agentur, die vermietet, viel einfacher machen.

 

Wenn wir auf das Jahr 2021 vorausschauen, was sehen Sie in Bezug auf Kryptowährungen und Bitcoin im Besonderen?

Ich denke, Bitcoin kann auf $25.000 steigen. Ich glaube wirklich, dass das möglich ist. Ich sehe wirklich, dass es weiter nach oben geht – die Zeit ist reif. Und mehr und mehr Leute werden anfangen zu erkennen, dass die Volatilität nachlässt. Und wenn die Leute sehen, dass es sich nicht nur um ein Glücksspiel handelt, sondern um eine echte Währung, dann wird auch die Volatilität abnehmen. Ich denke, dies könnte definitiv das Jahr sein!

 

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