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Bitcoin SV ist eine Fork einer Fork der ursprünglichen Bitcoin-Blockchain, die 2009 eingeführt wurde, und gilt nach Marktkapitalisierung als eine der grössten Kryptowährungen.

Satoshi Nakamoto ist der Gründer von Bitcoin, der ältesten und grössten Kryptowährung. Die Vision, die er (oder sie oder mehrere, denn die Identität von Satoshi ist bis heute nicht geklärt) im Bitcoin-Whitepaper dargelegt hat, hat sich als revolutionär und für viele als sehr inspirierend erwiesen.

Mit der zunehmenden Popularität von Bitcoin und der Bitcoin-Community kamen Diskussionen und auch unterschiedliche Ansichten auf, wie diese Vision am besten umzusetzen sei. Im August 2017 vollzog Bitcoin eine Hardfork, aus der das hervorging, was heute als Bitcoin Cash bekannt ist. Im November 2018 kam es aufBitcoin Cash erneut zu einer Abspaltung, und die Fork Bitcoin SV entstand, was so viel heisst wie: Bitcoin Satoshi Vision.

 

Die Anfänge

Wie auch bei Bitcoin Cash hatte die Schaffung von Bitcoin SV stark mit der Debatte um die Skalierung der Bitcoin-Blockchain zu tun. Nach der Abspaltung aus der Bitcoin-Blockchain hat Bitcoin Cash Änderungen implementiert, um die Blockgrösse – und damit die Anzahl der Transaktionen, die in einem Block erfasst und bestätigt werden können – von 1 MB auf letztlich 32 MB zu erhöhen.

Das Team von nChain unter der Leitung von Daniel Connolly und Steve Shadders hat sich zusammen mit Chief Scientist Craig S. Wright vorgenommen, das Blockgrössenlimit noch weiter zu steigern – auf 128 MB. Damit sollte die ursprüngliche Vision aus dem Whitepaper von Satoshi erhalten bleiben, wonach Bitcoin ein elektronisches Bargeldsystem für Peer-to-Peer-Zahlungen ist, da so ein höherer Transaktionsdurchsatz möglich ist und die Transaktionsgebühren niedrig bleiben.

Die Differenzen zwischen Wright und dem Bitcoin-Cash-Verfechter Roger Ver wurden dann so gross, dass Wright und seine Unterstützer planten, ihre Mining-Power umzuleiten, um eine Hardfork der Bitcoin-Cash-Blockchain zu erzwingen, die schliesslich bei Blocknummer 556766 stattfand.

Wright and nChain sind zusammen mit einer Vielzahl von Entwickler-, Industrie- und Mining-Gruppen wie Calvin Ayre’s CoinGeek, der von Jimmy Nguyen gegründeten Bitcoin Association und Mempool weiterhin die Hauptunterstützer von Bitcoin SV.

 

Einsatzmöglichkeiten

Der Name Bitcoin SV (Bitcoin Satoshi Vision) sagt bereits, dass gemäss dem Bitcoin-Whitepaper eine Weltwährung geschaffen werden sollte. Dazu hat die BSV Community unter der Leitung von Wright die Blockgrösse durch das Upgrade Quasar weiter auf 2GB erhöht. Im Februar 2020 kam es auf Bitcoin SV zur Hardfork «Genesis«, die unter anderem die Blockgrössenlimits beseitigt und bestimmte Funktionen der Bitcoin-Skriptsprache wiederherstellt.

Trotz des Fokus auf den elektronischen Peer-to-Peer-Zahlungsverkehr gibt es Hinweise darauf, dass Bitcoin SV für eine Vielzahl von finanzfremden Anwendungsfällen eingesetzt wird.

In der BSV-Anwendung WeatherSV werden grosse Mengen an Wetter- und Klimadaten auf der Blockchain aufgezeichent, während Memo und Twetch als blockchain-basierte soziale Netzwerke fungieren.

nChain selbst arbeitet an der Möglichkeit, Gesundheitsdaten auf die BSV-Blockchain zu migrieren, und im Februar 2020 wurde in London ein Proof-of-Concept mit elektronischen Gesundheitsdaten vorgestellt.

 

Ausblick

Bitcoin SV zählt nach seinem kontroversen und etwas steinigen Start zu den Top-5-Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung (zum Zeitpunkt des Schreibens).

Unmittelbar nach der Abspaltung von Bitcoin Cash und den sich daraus ergebenden Kämpfen um Hashpower kam es nach dem Einstand von 113 USD zu starken Kursschwankungen der Kryptowährung. Zunächst hatte Bitcoin SV mit der viel höheren Blockgrösse zu kämpfen, die in den ersten Monaten mehrere Blockreorganisationennötig machte.

Fast ein Jahr später setzte sich die Volatilität fort, als der Preis 400 USD erreichte, bevor er nun auf knapp über 200 USD korrigiert wurde.

Nichtsdestotrotz hält die BSV Community an ihrer Vision fest. Mit einer durchschnittlichen Transaktionsgebühr von 0,00065 USD scheint das Ziel, für weltweite Transaktionen ein «stabiles Protokoll mit On-Chain-Skalierbarkeit» zu bieten, durchaus realistisch.

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